Direkt zum Inhalt

Waldohreule
Asio otus

Bild
Waldohreule
biologie
Biologie
menschtier
Mensch & Tier
tipps
Tipps
galerie
Galerie

Biologie

Die Waldohreule ist eine schlanke, mittelgrosse Eule und kommt in der Schweiz ganzjährig spärlich vor. Sie jagt vor allem nachts in offenen Landschaften nach Kleinsäugern, insbesondere Wühlmäusen. Ihre Brutzeit beginnt im März, gebrütet wird meist in alten Krähennestern oder offenen Astgabeln – eigene Nester baut sie nicht. In strengen Wintern kommt es zu Ansammlungen von mehreren Waldohreulen an geschützten Tagesruheplätzen in Siedlungen. Der Schweizer Brutbestand gilt als stabil, unterliegt aber jährlichen Schwankungen abhängig vom Mäusevorkommen.

Erkennungsmerkmale

Schlanke Eule mit langen Federohren (nicht mit Ohren verwandt), orangegelben Augen, Bauch gestrichelt, Schwanz schmal gebändert. Gefieder gelblich-braun bis grau mit dunkler Marmorierung. 

Gehört zu
Masse

Grösse: 35–37 cm, Flügelspannweite: 86–98 cm, Gewicht: 200–370 g

Ähnliche Arten

Verwechselbar mit der Sumpfohreule, die in der Schweiz jedoch nur eine sehr seltene Durchzüglerin ist.

Aktivitätszeit

Nachtaktiv, mit Brutzeit von März bis Juni. Im Winter tagsüber an Ruheplätzen gut zu beobachten.

Lebensraum

Halboffene Kulturlandschaften mit Hecken, Feldgehölzen und Nadelbäumen als Tageseinstände. In der Schweiz vom Mittelland bis in mittlere Lagen verbreitet. Auch in Dörfern und Stadträndern zu finden.

Mensch & Tier

Gefahren

Gefährdung durch Lebensraumverlust, Verlust geeigneter Nistplätze (z. B. Verschwinden alter Krähennester), Störungen an Schlafplätzen insbesondere im Winter.

Fördermaßnahmen

Erhalt und Förderung von strukturreichen Landschaften mit Hecken und Einzelbäumen. Ebenso profitieren Waldohreulen von Buntbrachen und vielfältigen Wiesenlandschaften im Kulturland. Belassen alter Krähennester.

Beobachtungstipps

Im Winter bilden Waldohreulen auffällige Schlafgemeinschaften in dichtem Nadelgehölz oder Efeu, oft mitten in Dörfern. Wer genau hinsieht, kann sie dort tagsüber regungslos entdecken. Ihre Rufe („hu... hu...“) sind in der Paarungszeit im Spätwinter und Frühjahr nachts aus grösserer Entfernung hörbar. Geduld lohnt sich, gute Chancen bestehen bei bekannten Winter-Schlafplätzen.

Galerie

Seiten 1
bis 1